BERND UND HILLA BECHER»Typologie Wassertürme«, 1994

Los Nummer 14
119 x 95 cm
Offsetlithografie
Auflage 50, von beiden handsigniert
Galeriepreis:
4.500,00 €

BERND UND HILLA BECHER»Typologie Wassertürme«, 1994

Bernd und Hilla Becher verstanden sich seit 1957 als gemeinsam lebendes, fotografierendes und später lehrendes Künstler*innenpaar, das bis zum Ableben von Bernd (2007) nur gemeinsame Werke schuf.

Beeinflusst von August Sander beschäftigte sich ihr fotografisches Werk mit der Dokumentation von industrieller Architektur im Stil der »Neuen Sachlichkeit«. Zentrales Konzept ihres Werkes sind die »Abwicklungen«, Aufnahmeserien in S/W, die ein Gebäude aus bis zu einem Dutzend verschiedenen Perspektiven zeigen. Kennzeichnend für ihre Aufnahmen sind Zentralperspektive, Menschenleere, Verzerrungsfreiheit und ein trüber Himmel, um Schlagschatten zu verhindern. Ihre Aufnahmen aus Deutschland, Benelux, Großbritannien und den USA waren einer der Schlüssel zu einem neuen Verständnis der sogenannten »Industriekultur«, als einer »nomadischen Kultur«, die sich nach der produktiven Nutzung der Architektur normalerweise selbst auslöscht.

Bernd und Hilla Becher etablierten ab ihrer ersten Teilnahme an der Documenta 1972 in gemeinsamen Ausstellungen mit anderen Künstler*innen des Minimalismus und der Konzeptkunst die Fotografie als künstlerisches
Medium in Europa.

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